Das Armenhaus Europas: Albanien |
Dieses Land hatte sich in der Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg von der Außenwelt abgeschottet. Es wurde durch den stalinistischen
Diktator Enver Hoxha regiert, dessen Persönlichkeitskult seit der
Zeit Stalins unübertroffen blieb. Hoxha, der 1985 starb, hat die
meisten seiner Gegner umgebracht und mehr als 400.000 Menschen in
Straflager deportiert. Die kommunistische Ära ging 1991 auch in
Albanien zu Ende indem es sich als eines der letzten kommunistischen
Länder in Europa für eine echte parlamentarische Demokratie öffnete.
1997 erlebte das Land politische Unruhen in der Menschen ihr Leben
verloren und Tausende nach Italien flohen und 1999 bewiesen sie
sich als echte Familie für die Kosovaren als sie hunderttausende
von Flüchtlingen aufnahmen. |
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Statistik |
- Landesgröße: 28.750 Quadratkilometer
- Bevölkerungszahl: 3,3 Millionen
- Sprache: Albanisch und Griechisch
- Religion: 70% Moslems, 20% Orthodoxe, 10% Römisch-Katholisch
- Ethnische Gruppen: 95% Albaner, 3% Griechen, 2% Andere
- Kinder: 2,57 Kinder/Frau
- Lebenserwartung: 65 (männl.) und 71 (weibl.)
- Geburtensterblichkeit: 45 auf 1000 Geburten
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Die Anfänge der Mission in Albanien |
Hilfstransporte - Evangelisation - Gemeindegründung |
Mit den Fahrten des SamariterDienstes
begann die Gemeinde Gottes im Jahr 1992 ihre Mission in Albanien.
Ein Kontakt zu der holländischen Missionarin Gesina Blaauw
führte die erste Pioniergruppe nach Kala e Dodes, wodurch in
den ersten Jahren einige Hilfslieferungen in dieses Grenzgebiet
zum Kosovo und nach Mazedonien gebracht wurden. Der Jesus-Film wurde
verschiedene Male vor einem großen Publikum in der Hauptstadt
Tirana und in deren Provinz vorgeführt. Neben humanitärer
Hilfe wurden auch Neue Testamente in albanischer Sprache verteilt. |
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In dieser Zeit suchte auch ein pensionierter,
amerikanischer Geschäftsmann in Zusammenarbeit mit der Missionsleitung
der Gemeinde Gottes einen Mitarbeiter für die Betreuung von
einigen jungen Gläubigen in der Hauptstadt Tirana. Im Frühjahr
1994 begegnete er in Tirana Hervin Fushekati, einem jungen Albaner,
der diese Aufgabe übernahm und kurz darauf für die Gemeindearbeit
in Tirana verantwortlicher Leiter wurde. In Zusammenarbeit mit Thomas
Mergenthaler wurden in den folgenden Jahren drei Gemeinden in der
Umgebung von Tirana gegründet und zwei weitere in den Provinzen
gepflanzt. Insgesamt gibt es mehr als 450 zumeist junge Albaner,
die Glieder und Leiter in diesen Gemeinden in Albanien sind. |
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Während der Kosovokrise engagierte
sich die Gemeinde sehr stark, den vielen Vertriebenen zu helfen.
In Zusammenarbeit mit der albanischen Allianz wurden Decken, Kleidung
und Nahrungsmittel für die Flüchtlinge ausgegeben. Die
Flüchtlinge selbst wurden im ganzen Land in die verschiedenen
Bezirke aufgeteilt. Manche unserer Geschwister beherbergten Familien
mit über neun Angehörigen, die zum Teil ohne jegliche
finanzielle Mittel nach Albanien gekommen waren. Die Christen in
Albanien waren bereit, diesen Familien persönlich zu helfen
und haben vielen von ihnen auch seelsorgerlich und mit Rat und Tat
zur Seite gestanden. Durch diese Investition wurden einige Familien
aus dem Kosovo offen für das Evangelium und haben Jesus Christus
persönlich kennen gelernt. So ergab sich für uns die Möglichkeit,
weitere Gemeinden im Kosovo zu beginnen. |
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Einen der größten Einschnitte
erlebten die Gemeinden von Tirana und Vora im Jahr 1998, als das
Pastorenehepaar aus Tirana zum Studium an das Europäische
Bibelseminar nach Rudersberg ging. Es mangelte damals an Mitarbeitern.
Inzwischen hat sich die Situation wieder stabilisiert, weil neue
Mitarbeiter hinzukamen. Im Jahr 2000 begannen zwei unserer dortigen
Mitarbeiter, parallel zu ihrer Gemeindearbeit eine dreijährige
Bibelschule in Albanien zu besuchen. Daraufhin nahmen die meisten
unserer pastoralen Mitarbeiter die Möglichkeit wahr, ihre Kenntnisse
durch die Teilnahme an solchen Kursen zu vertiefen. Die Gemeinde
in Albanien kann jetzt auf gut ausgebildete Mitarbeiterschaft zurückgreifen.
Mit der Rückkehr der Studenten aus Deutschland begann in Albanien
eine neue Phase von Gemeinedepflanzungen in der Hauptstadt und im
viel bevölkerten Zentrum von Albanien. Entgegen dem allgemeinen
Trend erlebt die Gemeinde Gottes in Albanien im Moment Gottes Bestätigung
und ein recht kräftiges Wachstum an Besuchern und Mitarbeitern. |
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Albanien hat im Moment vier Gemeinden
mit jeweils einem hauptamtlichen Pastor und vier missionarischen
Außenstationen, welche von diesen Gemeinden betreut werden.
Jede der Gemeinden hat zwischen 25 und 65 getaufte, erwachsene Mitglieder.
Die Besucherzahl ist in der Regel um ein Vielfaches höher.
Vor allem sind viele Kinder in der Kinderarbeit zu betreuen. |
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Durch die Unterstützung der
Missionsleitung in den USA wurde es der Gemeinde in Tirana im Jahr
2003 möglich, als erste Gemeinde eigene Räumlichkeiten
für die Gemeinde zu erwerben. Diese werden bereits intensiv
genutzt. In Lushnje befindet sich die größte Gemeinde
mit über 40 getauften Gliedern und zusammen mit den Kindern
über 150 regelmäßige Gottesdienstbesucher. Diese
Gemeinde ist im Moment auf der Suche nach eigenen Räumlichkeiten
oder geeigneten Räumlichkeiten zu einem angemessenen Mietzins.
Diese blühende Gemeinde hat das Missionarsehepaar Thomas und
Suzana Mergenthaler Ende 2001 an das frisch getraute Ehepaar Flamuraj
übergeben. Eine der Gemeinden wurde bereits 1999 zur Betreuung
an ein amerikanisches Missionarsehepaar übergeben. |
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Suzana Mergenthaler ist
selbst Albanerin und unterstützte Thomas bereits
beim Aufbau der Gemeinde in Lushnje, die inzwischen zu unserer weitgehend
selbständigen Gemeinnde in Albanien herangewachsen ist.
In der Zeit von
Januar 2002 bis Januar 2004 verbrachten Thomas und Suzana
ihren Heimaturlaub
in Cleveland, Tennessee/USA, am Theologischen Seminar der
Gemeinde Gottes,
wo Thomas sein Theologiestudium fortsetzte und Suzana ein
Studium in
Seelsorge absolviert hat. |
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Bei einem Besuch im Januar 2003
in Albanien zeigte sich, dass der Stamm der Mitarbeiter in Albanien
sehr solide ist. Sie sind bereit, noch mehr in die Verbreitung des
Evangeliums zu investieren. Das Wachstum der Gemeinden kommt inzwischen
nicht mehr nur von außerhalb: Vier unserer Pastorenehepaare
haben Nachwuchs, der sich in der Gemeinde einbringt so auch zum
natürlichen Wachstum beiträgt. |
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Tatsächlich ist in allen
unserer Gemeinden die Kinderarbeit immer einer der Schwerpunkte
gewesen. Im Gegensatz zu Deutschland hat Albanien immer noch eine
sehr hohe Geburtenrate. Noch ist es in diesem offiziell moslemischen
Land an fast allen Orten ohne Probleme möglich, Kindern das
Evangelium zu vermitteln und ihnen Jesus als Herr und Retter nahe
zu bringen. |
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Aus der Nachwuchsarbeit sind inzwischen
albanische Mitarbeiter herangewachsen, die selbst Kindergruppen
leiten und ihre Erfahrungen weitergeben. Die Vision der Gemeinde
Gottes in Albanien besteht darin, das Evangelium überall im
ganzen Land bis in jedes Dorf zu verkündigen und überall
Gemeinden zu pflanzen, die ein neues, geistliches Leben in Christus
in ihrer Umgebung widerspiegeln. |
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Der Ausblick für das kommende Jahr |
Thomas und Suzana Mergenthaler
haben zwei Jahre in Cleveland, Tennessee an dem Theologischen Seminar
der Gemeinde Gottes studiert, um einen Magisterabschluss zu erreichen.
In der ersten Jahreshälfte 2004 planen sie nach Albanien zurückzukehren,
um die Gemeindearbeit in diesem Land zu stärken. Sie werden
sich vor allem, auf die Evangelisation des Landes und die Gründung
von weiteren Gemeinden in Zusammenarbeit mit den albanischen Gemeinden
Gottes konzentrieren. |
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| Die Mission im Zentrum Albaniens |
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Die Gemeinde Gottes in Lushnje
wird mit ihrem eigenen Gemeindezentrum eine Basis für die weitere
Arbeit im Zentrum und Süden des Landes bieten und so auch anderen
Orten als Vorbild dienen. Die ersten Schwerpunkte werden die nahe
liegende Bevölkerungszentren Fier, Kavaja, Elbasan und auch
die Hafenstadt Durres bilden. Das sind Kreisstädte mit je mehr
als 100 000 Einwohner und nur wenigen evangelikalen Gemeinden. Daneben
braucht besonders der katholische und moslemische Norden und Nordosten
des Landes noch mehr Gemeindepräsenz in verschiedenen Städten
und den umliegenden Dörfern. |
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| Kinderarbeit und Jüngerschafts-Training |
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Der Schwerpunkt für die Arbeit von
Suzana wird weiterhin evangelistische Arbeit unter Kindern
und Jugendlichen bilden. Diese Arbeit schließt ein intensives
Jüngerschaftsprogramm ein, indem junge Gläubige
in der Nachfolge Jesu systematisch unterrichtet und praktisch
eingewiesen werden. Ein Leben in der Heiligung und Hingabe
an Jesus Christus ist eine geistliche Herausforderung an jeden
Christen. Für Thomas und Suzana ist es klar, dass diese
geistliche Auseinandersetzung nur mit Gebet und Fasten gewonnen
werden kann. Die Gläubigen in unsere Gemeinden in Albanien
sind bereit, das als ihre vornehmste Aufgabe im Reich Gottes
zu sehen und den Kampf mit dem Reich der Finsternis aufzunehmen. |
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Die Herausforderungen für
die Missionsarbeit in Albanien sind groß, aber Thomas und
Suzana wissen, dass Gott dieses Land und seine Bewohner liebt. Sie
wollen deshalb dazu beitragen, dass weitere Gemeinden Gottes gegründet
werden und viele von Suzanas albanischen Landsleuten das
Reich Gottes erleben und in lebendigen Gemeinden Jesus Christus
als ihren Herrn persönlich kennen und lieben lernen. |
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Die Arbeit in Albanien |
Die Gemeinde Gottes ist seit 1992
in Albanien aktiv. Der Samariterdienstes
fuhr zuerst mit Hilfslieferungen nach Albanien und verband diese
mit Evangelisations-Einsätzen in der Hauptstadt Tirana und
der Provinz Diber. So wurden nach und nach fünf Gemeindestationen
in diesem Land aufgebaut und einige hundert, zumeist junge Gläubige,
in den Tod Jesu getauft. Die Gemeinde arbeitete von Anfang an mit
albanischen Leitern zusammen und wird heute von Hervin Fushekati
und einem Leitungsteam von Pastoren mit unserem Missionar Thomas
Mergenthaler geleitet. Im Moment befinden sich drei Gemeinden im
Gebiet von Tirana. Daneben gibt es in Lushnje eine Gemeinde mit
ca. 40 getauften Mitgliedern und Missionsarbeiten im Distrikt Bulqize,
im nordöstlichen Albanien und Diber mit der Stadt Peshkopi. |
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Im Jahr 1998 erlebte die albanische Gemeinde
eine größere Veränderung, da das Pastorenehepaar
Hervin und Sedika Fushekati aus Tirana an das Europäische
Bibelseminar in Rudersberg ging. Inzwischen hat sich die Situation
wieder stabilisiert und neue Mitarbeiter kamen hinzu. Albanien
selbst war von 1967 bis 1991 nach seiner Verfassung der einzige
atheistische Staat der Welt. Nach den Umwälzungen in
den anderen kommunistischen Staaten war es gezwungen, seine
Grenzen zu öffnen und gilt heute immer noch (trotz wirtschaftlichen
Wachstums) als das »Armenhaus Europas«. 70% der
Bevölkerung bekennen sich ihrer Familienherkunft nach
zum Islam. Bei den Flüchtlingen aus dem Kosovo beträgt
dieser Anteil über 90%. Nach der Öffnung waren in
Albanien viele verschiedene Missionsgesellschaften tätig
und inzwischen wurde eine christliche Infrastruktur für
die ca. 10 000 albanischen Christen aufgebaut.
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Seit dem Beginn der Kosovokrise ist die Gemeinde aktiv engagiert,
um den vielen Vertriebenen zu helfen. Sie hat jetzt, in Zusammenarbeit
mit der albanischen Allianz, um Decken, Kleidung und Nahrungsmittel
für diese Flüchtlinge gebeten. Im Moment werden
die Flüchtlinge auf die Städte im ganzen Land aufgeteilt
und manche unserer Freunde beherbergen Familien mit bis zu
9 Angehörigen, die zum Teil ohne jegliche finanzielle
Mittel nach Albanien gekommen sind. Die Christen in Albanien
wollen diesen Familien direkt helfen und ihnen vor allem auch
seelsorgerlich und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Durch
diese Arbeit haben bereits einige Familien aus dem Kosovo
Jesus Christus persönlich kennengelernt. |
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